Auf schmaler Spur
Auf schmaler Spur

Auf schmaler Spur

0.1 Oct 2014
Ended

Overview

Im MDR-Bahnmagazin "Auf schmaler Spur" geht es sowohl um die große Eisenbahn (die alte nostalgische ebenso wie die schnelle, moderne) als auch um die Modelleisenbahn. Beide Themen - große und kleine Bahn - nehmen jeweils die Hälfte der Sendezeit ein. Es geht um das Nostalgische und Rare, das zeitlos Schöne, aber auch um Brandaktuelles rund um das Thema Bahn. Schwerpunkt der Beiträge ist Mitteldeutschland. Schließlich ist Mitteldeutschland (vor allem Sachsen) ein Eldorado sowohl für Schmalspurbahnen in Deutschland als auch fürs Modellbahnhobby. Für spannende Geschichten reist das Fernsehteam aber auch gerne durchs Land. Vorgestellt werden Schmalspurbahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und ihre Betreiber.

German
E7

Unterwegs mit der Mansfelder Bergwerksbahn

Sie ist die älteste betriebsfähige Schmalspurbahn Deutschlands. Seit 1880 rollen hier die Züge ohne Unterbrechung, bis heute. Dennoch ist die Mansfelder Bergwerksbahn eher unbekannt. Ein echter Geheimtipp also, mit spannenden Geschichten. Wie die der "Lok 20": Anfang der fünfziger Jahre in Babelsberg gebaut und viele Jahre in der Sowjetunion im Einsatz. 1992 durch Zufall verrostet auf einem Lokfriedhof in Estland wieder entdeckt und zurückgeholt. Aufgearbeitet ist sie heute unbestritten der Star unter den Loks der Bergwerksbahn. Michael Kulke wollte seine eigene "Lok 20" haben. Also hat er sie mit Fotoapparat und Zollstock aufwändig dokumentiert – und daheim als Modell nachgebaut. Über ein Jahr lang hat das gedauert. Heute dreht das Schmuckstück auf Kulkes Gartenbahn seine Runden und erzählt Mansfelder Industriegeschichte. Eisenbahngeschichte wird in der Modellbahnwelt Waldenburg lebendig: Museumschef Christian Junghahn hat so manche Rarität ausgegraben – und wieder zum Laufen gebracht. Wie die seltene Piko-Einschienenbahn aus den sechziger Jahren. Auch Sonderzüge aus Ost und West bekommen hier einen ganz besonderen Auftritt. Egal ob die Regierungszüge von Honecker und Adenauer oder Ulbrichts Salontriebwagen – sie alle gehen in Waldenburg noch einmal auf große Fahrt im Kleinen. Außerdem fragen wir in der neuen Ausgabe des MDR-Bahnmagazins nach, ob die moderne ETCS-Zugsteuerung auf der ICE-Neubaustrecke durch den Thüringer Wald inzwischen funktioniert und gehen auf eine Nostalgiefahrt mit der ostdeutschen Diesellok schlechthin, der V180. (Text: mdr)

Mar 30, 2018 30m
E8

Die Preßnitztalbahn - Wie aus Dampf und Tradition die Zukunft entsteht

Ein Bild, das an den Bau amerikanischer Bahnen im Wilden Westen erinnert. Rund 20 engagierte Vereinsmitglieder haben ihr Wochenende geopfert, um dabei zu sein: Die Preßnitztalbahn wächst. Von Hand werden am Endbahnhof Jöhstadt in praller Sonne Gleise verlegt. Bald soll es hier wieder so aussehen wie einst in den siebziger Jahren. Dabei war die Bahn vor 30 Jahren stillgelegt worden - Gleise, Wagen und Loks nicht mehr als ein Haufen Schrott. In Eigenregie haben Eisenbahner wie Mario Böhme und Jörg Müller Anfang der 90er -Jahre die Preßnitztalbahn ehrenamtlich wieder aufgebaut - "Die Verrückten" wie sie selbst im Heimatort genannt wurden, haben es geschafft: Die mustergültig gepflegte Museumsbahn auf neun Kilometern Strecke ist eine Zeitreise ins vergangene Jahrhundert. Das reichte Ihnen nicht, es folgte der nächste Streich: Um die Eisenbahner in der Region zu halten, gründeten sie im Jahr 2000 die PRESS GmbH. Am Anfang fuhr das Unternehmen mit einer einzigen Diesellok Güterzüge für die Bahn. Die PRESS hat es geschafft, heute betreibt sie mit ca. 200 Mitarbeitern Regionalbahnen und Loktransporte auf der Straße. Modernste Güterzüge fahren vom erzgebirgischen Jöhstadt aus gelenkt durch halb Europa. Und es folgten weitere Streiche: Als dem "Rasenden Roland" auf Rügen das Aus drohte, sprangen die Erzgebirger ein und betreiben seit 2008 erfolgreich die Kult-Bahn auf der Ferieninsel. Das hat nichts an ihrer Heimatverbundenheit geändert: Wenn bei Steinbach das jährliche Ziegenfest startet, werden die bunt geschmückten Geißlein mit einem Güterwaggon zum Wildbach, dem Ort des Festes, transportiert. Die junge Generation bei der Bahn soll die nächsten Ziele erreichen. Unter anderem, dass am Bahnhof Jöhstadt wieder die Züge einfahren können. Ein Teil der Gleise ist schon gelegt. Die Eisenbahner von der Preßnitztalbahn nehmen ihre Zukunft mal wieder in die eigene Hand.

Oct 31, 2018 30m
E9

Harzer Schmalspurbahnen - Wintermärchen mit Happy End?

Die Harzer Schmalspurbahnen: Drei einzelne Strecken mit insgesamt 140 Kilometern Länge, rund zehn betriebsfähige Dampflokomotiven und 25 Bahnhöfe. Darunter der Brockenbahnhof auf 1125 Metern, einer der Höchstgelegenen in Deutschland. Es gibt viele Gründe, den größten Dampflokbetrieb Europas kennen zu lernen. Im Winter ist die Idylle kaum zu beschreiben, wenn der Dampfzug bei strahlendem Sonnenschein auf den schneebedeckten Brocken fährt. Im Herbst führt eine Schlemmertour mit dem Triebwagen durch das Selketal. Doch jeder, der mit alten Eisenbahnen zu tun hat, weiß, dass es unendlich viel Einsatz, Zeit und Geld kostet, die drei Strecken und die Fahrzeuge zu unterhalten. So gibt es für den großen Dampflokbetrieb nicht nur sonnige Tage. Und das Unternehmen muss sich fit machen für die Zukunft. Da braucht es Menschen wie Lokführer Uwe Günther, der als Chef der ehrenamtlichen Interessengemeinschaft wie kein anderer die Tradition bei der Bahn verkörpert. Jede Dampflok kennt er aus dem FF. Oder die guten Verbindungen zum Freundeskreis Selktetal in Quedlinburg und zum Miniaturenpark in Wernigerode, die mit ihren Modellbahnen große und kleine Besucher locken. Doch vor allem ist es wichtig, junge Mitarbeiter für die Bahn zu gewinnen. Menschen, die sich mit Herzblut engagieren, wie die Zugführerin Zuzanna-Joanna oder der Auszubildende Cees. Er ist aus den Niederlanden in den Harz gekommen und hat es nicht bereut. Im Gegenteil. Personal ist knapp bei den Harzer Schmalspurbahnen und so wollen Cees und Zuzanna-Johanna gemeinsam mit Unternehmenssprecher Dirk Bahnsen eine Aktion starten, die neue Mitarbeiter gewinnen soll.

Dec 25, 2018 30m
E14

Mit Expresszügen der Reichsbahn durch Mitteldeutschland

Es waren die Vorzeigezüge der Deutschen Reichsbahn: Der SVT, der in den 1960er und 1970er-Jahren mit bis zu 160 km/h über die Gleise fegte und auch nach Wien und Kopenhagen fuhr. Letztes Jahr hat das Projekt begonnen, den "ICE des Ostens" wieder zum Fahren zu bringen. Unter der Leitung der Leipziger Mario Lieb und Ingo Kamossa hat der erste Schritt funktioniert: Die Überführung des Zugs von Lichtenfels in Oberfranken nach Dresden. Zwei Dieselloks haben den 300 Tonnen schweren SVT, der weder einen funktionierenden Motor noch Bremsen hatte, über den Frankenwald gezogen. Ein Jahr später sind weitere Schritte geschafft. Der Speisewagen ist wieder in Betrieb. Hier soll es in Zukunft wieder zünftige Hausmannskost auf altem Mitropa-Geschirr geben – so wie in den 60er Jahren. Auch die grünen Expresszüge der Reichsbahn aus den 80er-Jahren wurden zu Klassikern. In Thüringen sind sie noch bei Sonderfahrten unterwegs. Beim Bahnnostalgieprogramm des Landes bündeln viele Vereine ihre Kräfte, um das Eisenbahngefühl vergangener Zeit für die vielen Fans im Zug aufleben zu lassen. Wir fahren unter Dampf mit dem Sommergewinn-Express von Saalfeld zum Frühlingsfest nach Eisenach. Auch auf der Modellbahn drehen die Expresszüge ihre Runden. Die Anlage von Jens Werner zeigt die Zeit von 1945 bis 1990. Und in Görlitz schaut Roland Skupin gespannt darauf, wie es mit dem SVT weitergeht. Als Schüler durfte er den Prototyp des Schnellzugs in Augenschein nehmen. Jetzt ist er schon lange Jahre im Görlitzer Modelleisenbahnverein aktiv. Auf der riesigen Anlage fährt natürlich auch der SVT. "Auf schmaler Spur" stellt Menschen vor, die alte Reichsbahn-Expresszüge in ihr Herz geschlossen haben und sie, im Großen und im Kleinen, wieder auf die Schiene bringen.

May 1, 2020 30m

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